Die meisten Deutschen kaufen ihre Häuser nicht, sie mieten sie. Hier ist der Grund, warum

 

Es ist nur eine Tatsache. Viele Deutsche können sich nicht die Mühe machen, ein Haus zu kaufen.

Die Wohneigentumsrate des Landes gehört zu den niedrigsten der entwickelten Welt und ist in Europa fast tot, obwohl die Schweizer noch mehr mieten. Hier sind Vergleichsdaten aus dem Jahr 2004, dem letzten Mal, als die OECD ihre Zahlen aktualisierte. (Neue Vergleiche sind schwer zu finden, da einige Länder nur alle paar Jahre Hausrat veröffentlichen.)

Und obwohl diese Daten alt sind, wissen wir, dass die deutsche Wohneigentumsquote nach wie vor recht niedrig ist. Im Jahr 2013 waren es 43%.

Das mag seltsam erscheinen. Ist Wohneigentum nicht ein entscheidendes Kriterium für eine gesunde Wirtschaft? Nun, wie Deutschland zeigt – und Gershwin schrieb – ist es nicht unbedingt so.

In Spanien leben rund 80% der Menschen in selbst genutztem Wohnen. (Yay!) Aber die Arbeitslosigkeit liegt bei fast 27%, dank des Platzen einer riesigen Immobilienblase. (Dach.)

In Deutschland besitzen nur 43% ihr Zuhause, die Arbeitslosigkeit liegt bei 5,2%.

Natürlich erklärt nichts davon, warum die Deutschen dazu neigen, so viel zu mieten. Es stellte sich heraus, dass der mietstarke deutsche Immobilienmarkt auf ein extrem unangenehmes Geschäft in den späten 1930er und 1940er Jahren zurückgeht.

DER KRIEG

Zum Zeitpunkt der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 waren 20% des deutschen Wohnungsbestands Trümmer. Etwa 2,25 Millionen Haushalte waren verschwunden. Weitere 2 Millionen wurden beschädigt. Eine Volkszählung von 1946 ergab, dass zusätzliche 5,5 Millionen Wohneinheiten in dem Gebiet, das letztlich Westdeutschland werden sollte, benötigt wurden.

Nicht nur die Unterbringung in Deutschland war zerrissen. Die Wirtschaft war ein Haufen. Die Finanzierung war Null und die Währung war praktisch wertlos. (Die Leute tauschten.) Wenn die Deutschen Wohnplätze haben sollten, war eine Art Regierungsprogramm der einzige Weg, sie zu bauen.

Und nicht vergessen, die politische Situation im Nachkriegsdeutschland war noch recht angespannt. Die Führer befürchteten eine Re-Radikalisierung der Bevölkerung, vielleicht sogar ein Comeback des Faschismus. Der Kommunismus stellte sich als noch größere Bedrohung heraus, bei so viel Arbeitslosigkeit.

Der erste westdeutsche Wohnungsminister – ein ehemaliger Mann der Wehrmacht namens Eberhard Wildermuth – bemerkte einmal, dass “die Zahl der kommunistischen Wähler in den europäischen Ländern umgekehrt proportional zur Zahl der Wohnungen pro tausend Einwohner steht”.

Ein Wohnungsbauprogramm würde die Menschen gleichzeitig wieder an die Arbeit bringen und den Stress der Wohnungskrise reduzieren. Aufgrund solcher politischer Sorgen – sowie eines echten, weit verbreiteten Bedarfs – hat der Westen Deutschlands seine Wohnungspolitik so gestaltet, dass ein möglichst großer Teil der Bevölkerung davon profitiert.

Und so viele Gründe….

 

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